Zum Weltgebetstag 2016 aus Kuba

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Der bevölkerungsreichste Inselstaat der Karibik stand im Zentrum des Gottesdienstes zum diesjährigen Weltgebetstag, den wir in Heidenoldendorf nicht, wie üblich am ersten Freitag im März feierten, sondern am Sonntag, den 6. März im Hauptgottesdienst.

 

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Ein Projekt der Generationen – der Weltgebetstag

Acht Frauen aus drei Generationen gestalteten den Gottesdienst nach einer Liturgie, die kubanische Christinnen verschiedener christlicher Konfessionen gemeinsam verfasst haben. Zu Beginn des Gottesdienstes gab Frau Adam eine kleine Einführung in die Geschichte und heutige Situation in Kuba. Eine ausführliche Länderpräsentation stellte sie schon im CVJM-Erwachsenentreff vor, die sie mit eigenen Reiseberichten ergänzte.

Musikalisch wurden der Gottesdienst von einem Musikkreis aus Augustdorf gestaltet, der sich unter der Leitung von Reiner Kutsche extra für den Weltgebetstag zusammengefunden hatte.

Seit Beginn der US-kubanischen Annäherung Ende 2014 ist das sozialistische Kuba wieder in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerückt. Mit subtropischem Klima, langen Stränden und einem besonderen kulturellen Flair ist die Insel ein Natur- und Urlaubsparadies.

Wie aber sehen kubanische Frauen ihr Land? Welche Sorgen und Hoffnungen haben sie angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche? Seit der Revolution 1959 sind Frauen und Männer rechtlich gleichgestellt.Kuba gilt hier international als Vorbild. Im privaten Alltag jedoch klaffen Ideal und Wirklichkeit himmelweit auseinander. Die meist vollzeit-berufstätigen Kubanerinnen sind oft allein verantwortlich für Haushalt, Kinder und die Pflege Angehöriger. Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs treffen sie besonders hart.

(Foto: A. Josuweit)

Das WGT-Musikprojekt aus Augustdorf

Deshalb hat das kubanische Weltgebetstagskomitee das Bibelwort „Jesus lässt Kinder zu sich kommen und segnet sie“ (Mk 10, 13-16) in den Mittelpunkt des Gottesdienstes gestellt: Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen sie als Herausforderung – hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren. Mit den Kollekten der Gottesdienste werden Projekte gefördert, die die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen unterstützen, darunter auch vier Projekte von Partnerorganisationen in Kuba.
(Marita Josuweit)



 

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